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„Land unter“ – Zeltlager im Karlistal musste kurzzeitig geräumt werden

Von Freitag- auf Samstagnacht (05.08. – 06.08.2011) machte die Unwetterlage verbunden mit Starkregen und Gewittern das Zelten im Karlistal unmöglich. Um ca. 00:30 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle ein, dass das Zeltlager nähe Aichstetten vom Hochwasser bedroht sei.

Sofort rückten Polizei, DRK und die Feuerwehr Aichstetten aus um die Lage abzuklären. Als die Rettungskräfte eintrafen war klar, dass die Zeltlagerteilnehmer das Gelände nicht mehr auf dem gewohnten Weg über die kleine Brücke verlassen konnten. Der ruhige, kleine Bach hatte die Brücke komplett überspült und das Wasser stand kurz vor den Zelten. Die Betreuer des Zeltlagers handelten geistesgegenwärtig und nahmen mit den Kindern kurzerhand den Fluchtweg durch den Wald. Am oberen Waldweg angekommen wurden die Kinder von den Rettungskräften auf die Fahrzeuge verteilt und in die Aichstetter Turnhalle gebracht in welcher sie die weitere Nacht verbrachten. Die Kinder und Betreuer wurden mit warmen / kalten Getränken, Matratzen und Decken versorgt. Die Nacht endete für die Kinder mit einem Lied in dem sie sangen: „Wir lassen uns nicht die gute Laune vermiesen“! Am nächsten Morgen gab es Butterbrezeln für die rund 65 Kinder und Betreuer. In dieser Zeit entschied auch die Zeltlagerleitung, dass sie das Zeltlager nicht abrechen würden und zusammen mit den Kindern das Lager wieder auf Vordermann bringen wollen. Am Samstagmorgen gegen 10:00 Uhr wurden alle Teilnehmer des Zeltlagers in den exklusiven Taxis des DRK´s und der FW ins Karlisthal zurück gebracht. Das Hochwasser war zu diesem Zeitpunkt schon wieder zurückgegangen und der Bach floss fast schon wieder friedlich in seinem Bachbett dahin.

Des Weiteren hatte die FW Aichstetten in dieser Nacht noch weitere Einsätze in der Gemarkung Eschach wo der Rappenbach ebenfalls das Bachbett verlassen hatte und einige Keller unter Wasser setzte. Die Straße zwischen Eschach und Langensteig musste abgesichert und frei geräumt werden, da Hölzer, Steine und weiterer Unrat auf die Straße gespült wurde. Ein Hochwassereinsatz in Rieden konnte verhindert werden durch das vorausschauende Handeln der FW. An der Brücke zwischen Rieden und Schoberhof staute sich das Wasser und drohte über die Straße abzulaufen. Der Unrat welcher dieses verursachte wurde weggeräumt und der Bach blieb in seinem Bachbett.